„Schau hin nach Golgatha“ – Andacht zur Sterbestunde Christi in Berlin-Tegel

Eindrucksvoll vergegenwärtigten Chor und Instrumentalisten des Bezirkes Berlin-Brandenburg-Nord Leidensweg und Opfertod Christi im Rahmen einer Andacht zur Sterbestunde Christi mit dem Titel „Schau‘ hin nach Golgatha“ am Karfreitag, den 03. April 2026 in der NAK Berlin -Tegel unter Leitung der Dirigenten Robert Heilbronner Hebecker, Daniel Lucht und Jörg Breitenstein.

Die etwa 100 Zuhörer wurden durch den Bezirksevangelisten Hendrik Jäger begrüßt und nach dem gemeinsamen Gebet instrumental mit dem altbekannten „Ave verum corpus“ von W.A. Mozart eingestimmt.

Die emotionale und einfühlsame Bibellesung (Lesung: Andrea Kruwinnus) mit Texten aus den Evangelium Matthäus, Markus, Lukas und Johannes zur Passion Jesu im Wechsel mit entsprechend passenden Kompositionen zeitgenössischer und alter Komponisten ließen die Zuhörer und Aktiven unmittelbar am Geschehen teilhaben.

Beginnend mit der prophetischen Verheißung (Jesaja 53,3-5) auf den Leidensweg Jesus Christus und der Fragestellung des Chores „Wie soll ich dich empfangen?“ nach dem Text von Paul Gerhardt in einem Arrangement von Crüger/Steinhoff/Haßler vertont, folgte der Ablauf der Andacht über Jesu Darstellung im Tempel, die Salbung in Bethanien, das Abendmahl bis hin zur Gefangennahme, Verurteilung, Verspottung und Kreuzigung. 

Ein spätromantisches Kunstlied „Auf ein altes Bild“ des Komponisten Hugo Wolf als Vertonung des Gedichtes von Eduard Möricke, das ein Marienbild beschreibt, solistisch vorgetragen von Zarah Heilbronner Hebecker, thematisiert den Kontrast zwischen dem unschuldig sündlosen spielenden Christuskind und dem drohenden Kreuzestod.

In gemeinsamen Liedern wie „Es ist ein Born“ und „O Haupt voll Blut und Wunden“ wird die Gemeinde in das Geschehen einbezogen.

Das Bild von Jesu Kreuzigung im gefühlvoll vorgetragenen Chorlied „Schau‘ hin nach Golgatha“ (Text Friedrich Silcher) und der anschließenden Lesung des Bibeltextes aus Johannes 19, 28 -30 mit den Worten „Es ist vollbracht“ führt zum eindrucksvollen Höhepunkt. 

In Stille und mit Gebet endet die Andacht.

Wir danken den Geschwistern der Gemeinde Berlin-Tegel, die uns herzlich aufgenommen und verpflegt haben.