Gemeinsamer Gottesdienst der Kinder und Jugend im Ältestenbezirk

Am 21. Juni 2026 versammelten sich die Kinder und Jugendlichen unseres Ältestenbezirks als Gäste in der Gemeinde Prenzlauer Berg zu einem gemeinsamen Gottesdienst. Unter dem Bibelwort „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung“ (Jeremia 29,11) stand der Tag ganz im Zeichen des Themas „In Gottes guten Händen“.

Der Gottesdienst begann mit dem Eingangslied „Lasst die Herzen immer fröhlich“, das die fröhliche und hoffnungsvolle Stimmung einleitete. Der Kinder- und Jugendchor umrahmte die Feier musikalisch, mal als einzelne Chöre, mal gemeinsam, und bereicherten den Gottesdienst mit ihren Stimmen.

Die Gemeinde bot ein berührendes Bild: Jung und Alt waren zahlreich erschienen, trotz der sommerlichen Hitze. Die Vielfalt der Anwesenden erinnerte unseren Ältesten an einen Wald, in dem junge und ältere Pflanzen in all ihrer Unterschiedlichkeit zu einem Ganzen zusammenwachsen. Diese lebendige Gemeinschaft war ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit.

Der Gottesdienst wurde durch Bilder auf einem Whiteboard bereichert: Zu sehen waren Hände, die ein Herz tragen, ein Puzzle, eine Baustelle, die später zu einem fertigen Gebäude wird, gefolgt von einem Foto der neuen Gemeinde in Barnim, kleine Samenkörner auf einer Hand. Diese Bilder veranschaulichten die Gedanken unseres Ältesten:

- Gott als Architekt, der weiß, wie aus einer Baustelle ein fertiges Gebäude wird und genau das vor Augen hat, während wir nur die Baustelle sehen können.
- Gott will Gutes für uns, ER kennt unsere Zukunft und möchte Frieden für uns.
- Aus winzigen Samen entstehen Früchte, Pflanzen, kleine und große Bäume, auch wenn man es einem Samenkorn nicht sofort ansieht.
- Wie bei einem Puzzle sieht man am Anfang nur die vielen einzelnen Teile, doch Gott weiß schon das ganze Bild. Jedes Teil hat seinen Platz, und es macht keinen Sinn, ein Stück an einem gewünschten Platz zu belassen, wenn es dort ein wenig klemmt. Jedes Teil passt genau an dem richtigen Ort.

Priester Sebastian Matschke (Gemeinde Oranienburg) betonte, dass jeder Mensch seine persönliche Baustelle im Leben hat. Kinder und Jugendliche mit ihren eigenen Herausforderungen brauchen Begleitung, während Ältere ihre Erfahrungen liebevoll einbringen dürfen. Wichtig sei, einander zuzuhören, um von den Erfahrungen der anderen zu lernen. So kann sich jeder mit seinen Fähigkeiten einbringen, und aus den Baustellen des Lebens entstehen fertige Gebäude. Ein Bezug zu einem Gottesdienst des Stammapostels unterstrich die Frage: „Wo ist mein Platz? Hier am Tisch der Gnade.“

Diakon Robert Heilbronner Hebecker (Gemeinde Prenzlauer Berg) verglich das vor ihm sichtbare Bild der Gemeinde mit einem Notenbild: Jeder einzelne Punkt, hier also jede Person, trägt dazu bei, dass am Ende ein harmonisches Ganzes entsteht. Dabei hat jeder Punkt eine Bedeutung, einen Sinn und Zweck, und diese gibt es nicht nur in Schwarz, sondern auch bunt. Dies lässt sich direkt auf die Gemeinde übertragen.

Nach dem Gottesdienst waren die Kinder und Jugendlichen zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Draußen zog unterdessen ein heftiges Gewitter auf. Just in dem Moment, als die letzte Bratwurst gegrillt war, setzte ein kräftiger Regen ein. Doch das tat der Gemeinschaft keinen Abbruch: Es wurde gelacht, gegessen und sich ausgetauscht. Als der Regen nachließ, kam während der Musicalprobe und der kreativen Vorbereitung der Requisiten die Sonne wieder hervor. Die Kinder übten fleißig und standen erstmals mit Mikrofon und Kostümen zusammen. Im September wird das Musical „David und Goliat“ als Abschlusshöhepunkt der Kinderfreizeit aufgeführt. Im Oktober wird es für alle interessierten Geschwister die Möglichkeit geben, sich das Musical in der Gemeinde Prenzlauer Berg anzusehen.

Wir freuen uns auf euch!