Nachtwanderung am Freitagabend
Die Nachtwanderung brachte unerwartete Herausforderungen: Der geplante Weg war weitaus spannender und länger als in den Vorjahren. Die Route verlief nicht nur einmal dem See entlang, sondern führte auch über unwegsameres Gelände. Zum Beispiel versperrte großer Baum den Weg, sodass die Betreuer zusammen arbeiteten. Sie räumten den Weg frei und leuchteten ihn aus – ein praktisches Beispiel dafür, wie man füreinander einsteht. Insgesamt ein erlebnisreicher Einstieg in das Wochenende mit Lerneffekt.
Miteinander-Rallye am Samstag
Nach dem Frühstück erlebten die Kinder verschiedene Stationen, bei denen sie Einschränkungen erfahren konnten: Sie durften nichts sehen, nichts hören, nicht sprechen oder waren in ihrer Bewegung begrenzt. So wurde man z.B. im Rollstuhl gefahren, erlebte den „Heißen Draht“ auf neue Art und Weise oder lernte seinen Namen Gehörlosen zu zeigen. Reflexionsfragen halfen dabei, sich in Menschen hineinzuversetzen, für die solche Einschränkungen zum Alltag gehören und wie wir helfen können.
Freizeitangebote
Am Nachmittag boten Bastelstand, Fußball, Wikingerschach und das Bauen kleiner Pfeifenorgeln Raum für eigene Schwerpunkte. Parallel wurde fleißig für das Musical „David und Goliath" geprobt. Natürlich durfte die Nutzung des großen Spielplatzes und des Werbelinsees nicht fehlen.
Filmabend
Samstagabends versammelte wir uns im Kino und sahen den Film „Johannes und das Licht der Welt".
Geistliche Impulse
Der Kindergottesdienst am Sonntag war der Höhepunkt der Freizeit. Bezirksältester Härm leitete den Dienst mit der Bibelstelle 1. Samuel 16,7b: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an." Das Eingangslied des Kinderchores: Herr, wir bitten komm und segne uns…, war ein super Einstieg. Segen: Gott will Gutes für uns tun und das ist für jeden etwas anderes. Er sieht alles und kennt uns. Das wurde ganz praktisch. Zum Vergleich sollten die Kinder Unterschiede zwischen Vorsteher Weiss und Evangelist Jäger nennen. Es fielen unterschiedliche Brillen, Haarfülle, Haarfarbe und Ohrengrößen auf. Dann ergänzte der Dienstleiter, dass wir nicht in das Herz sehen können. Wir wissen nicht, wie sich Jemand fühlt. Was gerade gedacht wird oder ob Jemand traurig, ängstlich ist. Das sieht Gott. Vor Samuel sollten die Söhne Isaí vorgestellt werden. Er hat die Aufgabe den neuen König für Israel salben. Der Prüfung hielten die begutachteten Söhne nicht stand. Erst als der jüngste Sohn, vom Feld geholt wurde, gab Gott seine Erwählung für David bekannt. Samuel salbte ihn. Gott erkennt das Herz, nicht die Äußerlichkeiten. Verschiedene Brillen, Haarfarben oder Ohrengrößen dürfen uns nicht ablenken. Wichtig ist, wie es im Herzen aussieht und ob wir Gott vertrauen. Wir sind Gottes Vielfalt. Das wichtigste ist, wie es in unserem Herzen aussieht. Das können wir ganz praktisch umsetzen und in der Schule z.B. mit einen neuen Mitschüler oder einem Außenseiter reden, ihn kennen lernen. Irgendwann spiel man miteinander und lernt, der ist ganz in Ordnung. Nicht in Schubladen stecken. Miteinander Freude erleben, singen, Sorgen und Kummer teilen, genau hinschauen.
Aufgaben für die kommende Woche
1. Außenstehende einbeziehen: Mit jemandem zusammenarbeiten, der sonst am Rand steht – etwa ein ruhiges neues Kind in der Klasse ansprechen.
2. Für andere aktiv werden: Etwas tun für jemand anderen – beten, Tisch abräumen, Geschirrspüler ausräumen, Schokolade teilen. Freude gemeinsam erleben, Sorgen teilen, genau hinschauen.
Musical „David und Goliath"
Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde das von den Kindern aufgeführte Musical mit lautem Applaus belohnt – sogar eine Zugabe gab es. Wer es verpasst hat, kann am 11. Oktober 2026, 16 Uhr die Aufführung in der Gemeinde Prenzlauer Berg erleben.
Ausblick
Die nächste Kinderfreizeit findet vom 11. bis 13. Juni 2027 statt. Bereits jetzt freuen sich alle darauf! Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich in vielfältiger Weise in Planung, Betreuung, Vorbereitung, Üben und Durchführung eingebracht haben. „Nach der Kinderfreizeit ist vor der Kinderfreizeit!"
Neuapostolische Kirche